Diese Kirche aus dem 16. Jahrhundert ist nach dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes erbaut, mit einem kurzen Langhaus von zwei Jochen, einem breiten doppelten Querschiff und einer fünfeckigen Apsis. Die zugemauerten Arkaden an der Südseite des Langhauses weisen auf die ursprüngliche Absicht hin, Seitenschiffe zu bauen, und somit eine dreischiffige Hallenkirche zu errichten. Das gesamte Bauwerk ist mit quadripartiten oder sexpartiten Kreuzrippengewölben mit Liernen und Tiercerons ausgestattet. Das Portal des Westturms vereint gotischen Stil mit frühen Renaissance-Elementen. In den Nischen der Fassade: der Heilige Paulus und die Heilige Savine.
Der Großteil der Statuen stammt aus dem 16. Jahrhundert, wie das lackierte hölzerne Kruzifix, die Statue des Heiligen Markus, die eines Bischofs in der Apsis und die Madonna mit Kind in der Südkapelle belegen (Denkmalschutz 1913). Aus dem 18. Jahrhundert: die Türflügel und das Altargemälde des ehemaligen Hochaltares, das die Aufnahme Mariens in den Himmel zeigt, gemalt von De Soncq.
In der Apsis und im Querschiff wurden vier zeitgenössische Glasfenster (1500–1510) als Denkmäler eingetragen (1913). Alle widmen sich dem Leben Christi, der Jungfrau Maria und der Passion und stehen in Verbindung mit den Glasfenstern in den Kirchen von Villiers-Herbisse und Mergey. Die Fenster werden durch Werke von 1873 und aus dem späten 19. Jahrhundert ergänzt.
Ursprung und Restaurierungen von Notre-Dame de l’Assomption
1991 zeigten Ausgrabungen fünfundachtzig Bestattungen (10.–18. Jahrhundert) sowie Fundamente von Bauwerken aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Aufgrund der Verschlechterung der Nordmauern erfolgte Anfang des 17. Jahrhunderts eine umfangreiche Restaurierung, um die Mauerschichten zu verändern und das Heiligtum um 80 cm zu „versetzen“. Neue Pfeiler und Gewölbe wurden errichtet. 1754 wurde das Bauwerk erneut konsolidiert. 1813 erfolgten Notfallarbeiten mit staatlicher Hilfe, 1827 wurden Dachstuhl und Dach restauriert. 1880 und 1896 wurden die Strebepfeiler des Glockenturms verstärkt. Dennoch verschlechterte sich das Gebäude weiter. Weitere Arbeiten folgten, doch es blieb fragil und wurde von zahlreichen Gerüsten gestützt.
Nach der Restaurierung des hinteren Langhauses und der Dachreparatur (1991–1993) begann erst 2010 ein großangelegtes Projekt unter der Initiative des Vereins zum Schutz des historischen Erbes von Voué, maßgeblich geleitet von seinem Präsidenten Daniel Tranchant. Dank seiner Fachkenntnisse und unter der Leitung eines Architekten wurde er zur freiwilligen treibenden Kraft, die diesem schönen Bau neues Leben einhauchte. Die Kirche erhielt ihren ursprünglichen Raum zurück, mit neuem Terrakottaboden, neuem Altar, den südlichen Querschiffpfeilern und den Gewölben. Am 21. Mai 2023 fand eine festliche Gottesdienstfeier statt. Ein Restaurierungsprojekt für die Glasfenster (16. und 19. Jahrhundert) ist für 2025 vorgesehen.